Frauen sprechen mit eigener Stimme

Die POLITEIA – CD-Rom zur deutschen Geschichte nach 1945 aus Frauensicht

Heiter und gelassen,  engagiert und kämpferisch: Das Spektrum der Frauenstimmen, die auf die CD-ROM Politeia gebannt sind, ist breit. Ob Petra Kelly oder Irmtraud Morgner, ob Rita Süssmuth oder Hilde Benjamin, jede von ihnen war prägend für die Geschichte der Nachkriegszeit in Ost und West.

Wie die Stimmen zum Sprechen gebracht werden, demonstrieren am 1.9.2002 im Rahmen der Ausstellungseröffnung die Historikerinnen Silke Dombrowsky und Kerstin Schukowski (Geschichtsagentur Bonn) – beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Politeia-Projekt.

Die CD-ROM POLITEIA präsentiert aus frauengeschichtlicher Perspektive die unmittelbare Nachkriegszeit, die Entwicklung beider deutscher Staaten bis hin zur Politik von Frauen im Einigungsprozess.

22 Frauenbiographien aus Ost und West machen sichtbar, wie Frauen Konzepte und Visionen entwickelten und wie ihr Engagement langfristig zu historischem Wandel beigetragen hat. Per Mausklick verknüpfen Interessierte die biografischen Texte mit einem virtuellen Archiv: Hier liegen u.a. die Lebenserinnerung von Inge Vieth, die Aufrufe von Beate Klarsfeld und Fotos aus dem Leben der Irma Brand.

Der Entschlüsselung und Neudeutung der Biographien und Archivdokumente dienen sechs Begriffe. Von Arbeit bis Wandel interpretieren diese die Lebenswege und
– zeugnisse neu und vermitteln so die Erkenntnis, dass die Politik von Frauen umfassender ist und dass es Demokratie ohne Geschlechtergleichheit nicht gibt.

Konzipiert, recherchiert und getextet wurde dieses Projekt unter der

Leitung von Prof. Dr. Annette Kuhn (Lehrgebiet Frauengeschichte der Universität Bonn). Kooperationspartnerinnen waren das BMB+F und die Bundeszentrale für politische Bildung.