Das Projekt: Gründung eines Hauses der FrauenGeschichte

 

Seit den 70er Jahren hat die historische Frauenforschung einen reichen Fundus an "anderem" historischen Wissen zutage gefördert.

Baustelle

"Frauen bauen an der Kathedrale des Wissens",
spätmittelalt. Buchmalerei, unbekannt
Bis heute fehlen aber die öffentlichen Räume, in denen dieses historische Frauen-Wissen als eine andere Perspektive auf Geschichte und Zukunft sichtbar gemacht und verbreitet werden kann. Die Dominanz des männlichen Blicks in der Geschichtsvermittlung in Medien und Museen lässt das frauengeschichtliche Wissen als partiell und marginal erscheinen. So ist es kein Wunder, dass selbst feministisch engagierten Frauen immer wieder der "rote Faden" zur "eigenen Geschichte" verloren geht.

In einem "Haus der FrauenGeschichte" sollen - mit Dauer- und Wechselausstellungen - die abgebrochenen Pfade, die das historische Frauenleben mit dem Leben der Frauen in der Gegenwart verbinden, wieder aufgenommen werden. Das Wirken von Frauen in der Geschichte soll sichtbar gemacht und gewürdigt werden. Die gesamte Menschheitsgeschichte von den Anfängen bis in unsere Tage soll aus Frauensicht (neu) betrachtet werden, so dass die Kontinuität von matriarchalen Mustern auch in den Kontexten patriarchaler Geschichte als  Grundlage der historischen Entwicklung deutlich wird. Der traditionell männliche Blick wird relativiert und die ganze Geschichte bekommt ein anderes, ein umfassendes Gesicht.

 

Das Konzept

Die Fundamente des Hauses der FrauenGeschichte

Die Projekt-Phasen

Bericht vom Symposium, FORUM WISSENSCHAFT 4/2004